Unternehmen setzen künstliche Intelligenz seit ihrer Entwicklung zunehmend ein, doch es fehlen ihnen nach wie vor geeignete automatisierte Systeme für ihre mehrsprachigen Geschäftsabläufe. Der „DeepL Borderless Business“-Bericht zeigt, dass 83 % der Unternehmen keine modernen KI-Lösungen für den Sprachbereich implementiert haben, was zu einer erheblichen Diskrepanz zwischen ihren KI-Ausgaben und den tatsächlichen geschäftlichen Veränderungen führt. Die Untersuchung belegt, dass internationale Unternehmen mit zwei großen Problemen konfrontiert sind.
Unternehmen setzen künstliche Intelligenz in allen Bereichen ihres Betriebs ein, sind jedoch bei Übersetzungsaufgaben und der mehrsprachigen Kommunikation nach wie vor auf menschliche Mitarbeiter angewiesen. Die internationale Expansion in Verbindung mit einer steigenden Content-Produktion bereitet weltweit tätigen Unternehmen erhebliche Schwierigkeiten.
Der Artikel fasst die wichtigsten Ergebnisse des Berichts zusammen und beleuchtet die Bedeutung von Sprach-KI, den aktuellen Stand der KI-Einführung in Unternehmen sowie die potenziellen Auswirkungen KI-basierter mehrsprachiger Systeme auf den Geschäftsbetrieb bis 2026 und darüber hinaus.
Was ist Sprach-KI?
Der Begriff „Sprach-KI“ bezeichnet Systeme der künstlichen Intelligenz, die darauf ausgelegt sind, Übersetzungen, mehrsprachige Kommunikation und sprachbasierte Arbeitsabläufe in allen Unternehmensbereichen zu automatisieren.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Übersetzungstools umfasst moderne Sprach-KI:
- Große Sprachmodelle (LLMs) für kontextbezogene Übersetzungen
- Echtzeit-Übersetzung von Sprache und Text
- KI-Agenten für mehrsprachige Arbeitsabläufe
- Automatisierte Lokalisierung von Marketing- und Produktinhalten
- Sprachübergreifende Suche und Analyse
Diese Systeme ermöglichen es Unternehmen, ihre Kommunikation weltweit auszuweiten, ohne sich vollständig auf menschliche Übersetzer verlassen zu müssen.
Wichtige Erkenntnisse aus dem „Borderless Business Report“ von DeepL
Der Bericht „The Borderless Business: Die Transformation der Übersetzung im Zeitalter der KI“ verdeutlicht eine erhebliche Kluft zwischen Investitionen in KI und der Modernisierung von Sprach-Workflows.
83 % der Unternehmen hinken bei der Sprach-KI noch hinterher
Nur 17 % der Unternehmen haben Sprach-KI-Tools der nächsten Generation, wie beispielsweise große Sprachmodelle oder agentische KI, für ihre Übersetzungsabläufe eingeführt. Die übrigen 83 % stützen sich nach wie vor auf veraltete oder nur teilweise automatisierte Systeme.
Dies zeigt, dass Sprachprozesse nach wie vor zu den am wenigsten automatisierten Bereichen in den Technologie-Stacks von Unternehmen gehören.
Manuelle Übersetzungen sind nach wie vor weit verbreitet
Der Bericht zeigt:
- 35 % der Unternehmen setzen ausschließlich auf manuelle Übersetzungen
- 33 % nutzen herkömmliche Automatisierung mit menschlicher Überprüfung
- Nur 17 % nutzen moderne, KI-gestützte Übersetzungsworkflows
Diese Zahlen verdeutlichen, wie viele Unternehmen trotz der zunehmenden Verbreitung von KI nach wie vor auf veraltete Prozesse angewiesen sind.
Das Volumen der Unternehmensdaten nimmt rapide zu
Dem Bericht zufolge ist das Datenvolumen in Unternehmen seit 2023 um 50 % gestiegen, dennoch nutzen viele Unternehmen weiterhin veraltete Übersetzungsabläufe.
Diese Diskrepanz erhöht die Komplexität der Betriebsabläufe und verlangsamt die globale Expansion.
Sprach-KI ist mittlerweile für zentrale Geschäftsfunktionen unverzichtbar
Die Studie zeigt auf, in welchen Bereichen mehrsprachige Arbeitsabläufe die größten geschäftlichen Auswirkungen haben:
- Globale Expansion: 33 %
- Vertrieb und Marketing: 26 %
- Kundensupport: 23 %
- Recht und Finanzen: 22 %
Diese Bereiche wirken sich unmittelbar auf den Umsatz, die Einhaltung von Vorschriften und das Kundenerlebnis aus.
Warum Unternehmen ins Hintertreffen geraten
Trotz umfangreicher Investitionen in KI werden sprachbezogene Arbeitsabläufe oft übersehen, da sie sich über mehrere Abteilungen erstrecken.
Zersplitterte Übersetzungsprozesse
Viele Organisationen setzen auf:
- Übersetzungsanfragen per E-Mail
- Manuelle Dokumentenworkflows
- Externe Übersetzungsdienstleister
- Lokalisierungsnachverfolgung über Tabellenkalkulationen
Diese Systeme lassen sich bei steigendem Datenvolumen nicht effizient skalieren.
Mangelnde Integration mit Geschäftstools
Herkömmliche Übersetzungsabläufe laufen oft unabhängig von folgenden Bereichen ab:
- CRM-Systeme
- Marketingplattformen
- Tools für den Kundensupport
- Systeme für die Produktdokumentation
Dies führt zu Verzögerungen und Unstimmigkeiten.
Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Compliance
Unternehmen in regulierten Branchen zögern oft, KI-Übersetzungen einzusetzen, und zwar aus folgenden Gründen:
- Datenschutzanforderungen
- Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
- Vertraulicher Umgang mit Dokumenten
Anbieter von KI-Lösungen für moderne Sprachen gehen auf diese Bedenken mit Sicherheitsfunktionen für Unternehmen ein.
Der Wandel hin zu KI-gestützten mehrsprachigen Arbeitsabläufen
Der DeepL-Bericht betont, dass sich Sprach-KI von einem Übersetzungstool zu einer zentralen Geschäftsinfrastruktur entwickelt.
Moderne KI-Plattformen für moderne Sprachen bieten nun folgende Funktionen:
Echtzeitübersetzung
KI-Systeme können übersetzen:
- Kundengespräche
- Besprechungen
- E-Mails
- Chat-Nachrichten
Dies ermöglicht eine reibungslose Kommunikation zwischen den Teams weltweit.
Automatisierte Lokalisierung
Unternehmen können automatisch lokalisieren:
- Produktbeschreibungen
- Marketingkampagnen
- Support-Dokumentation
- Rechtliche Verträge
Dadurch verkürzt sich die Markteinführungszeit bei internationalen Markteinführungen.
KI-Agenten für Sprachworkflows
Agentenbasierte KI-Systeme können:
- Zu übersetzende Inhalte erkennen
- Dokumente automatisch weiterleiten
- Inhalte übersetzen und prüfen
- Lokalisierte Versionen veröffentlichen
Dadurch entfällt die manuelle Koordination.
Steigende Nachfrage nach Sprach-KI im Jahr 2026
Der Bericht weist auf eine starke Nachfrage von Unternehmen nach KI-gestützter mehrsprachiger Kommunikation hin.
71 % legen den Schwerpunkt auf die Umgestaltung von Arbeitsabläufen
Eine Mehrheit der Führungskräfte gibt an, dass die Umgestaltung von Arbeitsabläufen mithilfe von KI eine Priorität für das Jahr 2026 darstellt, insbesondere zur Steigerung der Produktivität und zur Verbesserung des Kundenerlebnisses.
Echtzeit-Sprachübersetzung wird unverzichtbar
Untersuchungen zeigen zudem, dass 54 % der Führungskräfte davon ausgehen, dass Echtzeit-Sprachübersetzung bis 2026 unverzichtbar sein wird, was den Bedarf an sofortiger mehrsprachiger Kommunikation widerspiegelt.
Agentenbasierte KI treibt die Einführung voran
Sprach-KI wird zunehmend mit autonomen KI-Agenten kombiniert, die systemübergreifende Arbeitsabläufe verwalten.
Dazu gehören:
- KI-gestützte Übersetzungsprozesse
- Automatisierung der mehrsprachigen Unterstützung
- Systeme zur Erstellung globaler Inhalte
Anwendungsbeispiele aus der Praxis
Weltweiter Kundensupport
Unternehmen nutzen Sprach-KI, um Support-Tickets automatisch zu übersetzen.
Vorteile:
- Schnellere Reaktionszeiten
- Geringere Personalkosten
- Einheitliches Kundenerlebnis
Internationale Marketingkampagnen
Dank KI-Lokalisierung können Marken Kampagnen gleichzeitig in mehreren Regionen starten.
Beispiel-Workflow:
- Erstellen Sie eine Kampagne auf Englisch
- Die KI übersetzt in 20 Sprachen
- Lokale Anpassungen des Tons wurden vorgenommen
- Weltweit veröffentlichen
Übersetzungen im Bereich Recht und Compliance
Unternehmen nutzen Sprach-KI zum Übersetzen:
- Verträge
- Compliance-Unterlagen
- Behördliche Einreichungen
Dadurch verkürzt sich die Bearbeitungszeit und die Genauigkeit wird verbessert.
Produktdokumentation
Softwareunternehmen lokalisieren:
- UI-Text
- Hilfezentren
- Onboarding-Abläufe
- Versionshinweise
Dies fördert die weltweite Verbreitung.
Der ROI von Sprach-KI
Der Einsatz von Sprach-KI bringt messbare Vorteile:
- Geringere Übersetzungskosten
- Schnellere globale Expansion
- Verbessertes Kundenerlebnis
- Gesteigerte betriebliche Effizienz
Eine von DeepL zitierte Studie im Auftrag eines Unternehmens ergab, dass Organisationen, die Sprach-KI einsetzen, durch Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen einen ROI von 345 % erzielten.
Das erklärt, warum Unternehmen der mehrsprachigen Automatisierung zunehmend Priorität einräumen.
Branchenkontext: Wettbewerb im Bereich Sprach-KI
Der Markt für Sprach-KI wird immer wettbewerbsintensiver.
Zu den wichtigsten Akteuren zählen:
- DeepL
- Google Translate AI
- Microsoft Translator
- Sprachmodelle von OpenAI
- Lokalisierungsplattformen für Unternehmen
DeepL legt jedoch großen Wert auf Übersetzungsgenauigkeit auf Unternehmensniveau, Datenhoheit und Workflow-Automatisierung.
Diese Positionierung spricht folgende Zielgruppe an:
- Regulierte Branchen
- Multinationale Konzerne
- Staatliche Organisationen
Der Aufstieg der agentenbasierten Sprach-KI
Ein wichtiger Trend, der in dem Bericht hervorgehoben wird, ist die Verlagerung hin zu agentischer KI für mehrsprachige Arbeitsabläufe.
Diese KI-Agenten können:
- Erstellung von Inhalten überwachen
- Übersetzungen automatisch auslösen
- Lokalisierungsteams koordinieren
- Sprachübergreifende Konsistenz sicherstellen
Dies bedeutet einen Übergang von Übersetzungstools hin zu autonomen Sprachprozessen.
Branchenexperten bezeichnen dies als einen Wandel von menschenzentrierten Arbeitsabläufen hin zu KI-zentrierten Arbeitsabläufen.
Herausforderungen, die die Einführung verlangsamen
Trotz starker Nachfrage bestehen weiterhin Hindernisse für die Einführung.
- Veraltete Infrastruktur
Ältere Systeme erschweren die Integration.
- Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes
Unternehmen haben Bedenken, sensible Inhalte an KI-Anbieter zu übermitteln.
- Anforderungen an die Qualitätssicherung
Unternehmen verlangen bei rechtlichen und finanziellen Dokumenten eine hohe Genauigkeit.
- Change Management
Die Umstellung auf KI-basierte Arbeitsabläufe erfordert eine Neugestaltung der Prozesse.
Was dies für Unternehmen bedeutet
Der Bericht weist darauf hin, dass Unternehmen, die die Einführung sprachbasierter KI hinauszögern, folgende Risiken eingehen:
- Langsamere globale Expansion
- Uneinheitliches Kundenerlebnis
- Höhere Betriebskosten
- Verzögerte Produkteinführungen
Umgekehrt profitieren Early Adopters davon:
- Schnellere Markteinführung
- Skalierbare mehrsprachige Kommunikation
- Gesteigerte Produktivität
- Wettbewerbsvorteil
Die Zukunft der Sprach-KI
Die nächste Phase der Sprach-KI wird voraussichtlich Folgendes umfassen:
- Vollständig autonome Übersetzungsprozesse
- Mehrsprachige Besprechungen in Echtzeit
- KI-gestützte globale Marketingautomatisierung
- Sprachübergreifende Analysen
- Mehrsprachige KI-Agenten
Experten gehen davon aus, dass Sprach-KI zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmensinfrastruktur werden wird, ähnlich wie CRM- oder ERP-Systeme.
Fazit
Der „Borderless Business“-Bericht von DeepL zeigt, dass Unternehmen ihre Ziele im Bereich der künstlichen Intelligenz aufgrund ihrer bestehenden Arbeitsabläufe nicht erreichen können. Die 83 % der Unternehmen, die noch keine Sprach-KI-Technologie einsetzen, zeigen, dass Investitionen in Automatisierung und generative KI den Bedarf an manueller Arbeit in ihren mehrsprachigen Abläufen nicht verringern.
Sprach-KI-Technologie ist für Unternehmen unverzichtbar geworden, da ihre Content-Produktion zunimmt und ihre Geschäftstätigkeit auf internationale Märkte ausgeweitet wird. Unternehmen, die ihre mehrsprachigen Abläufe modernisieren, werden von höherer Effizienz, schnelleren Abläufen und einer gesteigerten internationalen Geschäftskapazität profitieren, während Unternehmen, die auf veraltete Übersetzungsmethoden setzen, auf dem heutigen globalen digitalen Markt mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert sein werden.
FAQs
Was ist Sprach-KI?
Unter Sprach-KI versteht man Systeme der künstlichen Intelligenz, die Übersetzung, Lokalisierung und mehrsprachige Kommunikation in geschäftlichen Arbeitsabläufen automatisieren.
Zu welchem Ergebnis kam der „DeepL Borderless Business“-Bericht?
Der Bericht ergab, dass 83 % der Unternehmen noch keine moderne Sprach-KI einsetzen und viele weiterhin auf manuelle oder veraltete Übersetzungsprozesse zurückgreifen.
Warum hinken Unternehmen bei Sprach-KI hinterher?
Viele Unternehmen nutzen fragmentierte Arbeitsabläufe, veraltete Tools und manuelle Übersetzungsprozesse, die sich nur schwer skalieren lassen.
Wie hilft Sprach-KI Unternehmen?
Sprach-KI verbessert die globale Kommunikation, beschleunigt die Lokalisierung, senkt Kosten und unterstützt die internationale Expansion.
Welche Branchen profitieren am meisten von Sprach-KI?
Branchen mit globalen Aktivitäten wie Technologie, Finanzen, E-Commerce, Recht und Kundensupport profitieren erheblich davon.
Ersetzt Sprach-KI menschliche Übersetzer?
Sprach-KI automatisiert Routineübersetzungen, doch menschliche Experten bleiben für die Qualitätskontrolle, kulturelle Anpassung und Fachinhalte unverzichtbar.